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Hinter dem Begriff EnergieRegion Knonauer Amt verbirgt sich ein Projekt mit dem Ziel der Förderung von Energieeffizienz und Energieproduktion im Knonauer Amt. Die Initianten möchten das Knonauer Amt in 30 - 40 Jahren zur möglichst energieautarken Region führen.
Die Bundesverfassung verpflichtet den Bund zur Förderung der nachhaltigen Entwicklung. Für den Energiebereich heisst dies konkret: mehr Energieeffizienz und Ausbau der Erneuerbaren.
Zurzeit stammen rund 82% des schweizerischen Endenergieverbrauchs aus nicht erneuerbaren Quellen. Deshalb muss einerseits der enorme Verbrauch gesenkt und andererseits der Anteil der erneuerbaren Energien massiv erhöht werden.
Ein grosses Zukunftspotenzial zur Nutzung von erneuerbare Energien liegt unserer Ansicht nach im ländlichen Raum. Ungenutzte Potenziale zur energetischen Nutzung sind fast bei allen Erneuerbaren zu finden, so z.B. neben der Sonne, Wasser (Abwasser), Geothermie, Wind, auch im Bereich der landwirtschaftlichen Biomasse und Holz. Das gilt ebenso für Regionen in Ballungsräumen, die noch (sehr) ländlich sind und sinnvollerweise auch so bleiben sollten.
Die Förderung von erneuerbaren Energien stärkt die regionale Wirtschaft, schafft lokal Arbeitsplätze und erschliesst neue Einkommensquellen für die Bevölkerung.
Energieautarke Regionen sind also keine Vision grüner Träumer, sondern technisch und ökonomisch umsetzungsfähige Konzepte. In Österreich und Deutschland gibt es bereits erste Beispiele. Hauptmotivation jener Regionen war, die Abwanderung zu stoppen und wieder vermehrt zu einer lokalen Wertschöpfung zurückzukehren. Das Knonauer Amt muss keine Abwanderung stoppen. Aber erstens Arbeitsplätze schaffen und zweitens energiepolitisch Verantwortung übernehmen, ist heute für alle Standorte Verpflichtung. Kurze Arbeitswege, Reduktion von CO2 und Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energie sind Voraussetzung für eine nachhaltige Entwicklung von Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt.
Wie die Beispiele unserer Nachbarn zeigen, können durch die Förderung der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz wichtige Impulse in der regionalen Entwicklung gesetzt werden und neue Einkommensquellen erschlossen werden. Das trägt zur Erhöhung der Wertschöpfung der Gemeinden und der Region bei.
Aus den genannten Gründen hat die FDP des Bezirks Affoltern einer Arbeitsgruppe den Auftrag erteilt, unter dem Titel „Energie-Zukunft“ die (Vor-)Arbeiten anzupacken und mit (jederzeit willkommenen) Partnern die Grundlagen zu schaffen, welche es den Gemeinden und der Region ermöglichen, zielgerichtet zu wirken. Der Weg wird dabei über den Gemeindepräsidentenverband und Standortförderung gehen, die bis heute gute Arbeit geleistet haben. Es ist wichtig, dass weitere Institutionen, Gruppierungen und Entscheidungsträger mithelfen, dieses grosse Ziel,
„bis 2050 mindestens 80% des Energieverbrauchs (ohne Verkehr) in der Region über erneuerbare Energien in der Region selbst zu produzieren“, zu erreichen. Zum Wohl des Knonauer Amts und seiner Bewohner.